Arbeitsweise

Der heutige Marktwert eines antiken Möbels setzt sich aus unterschiedlchen Faktoren zusammen: Alter, Provenienz (evtl. mit Stempeln nachgewiesen), Art und Aufwendigkeit der Gestaltung sind die eine Basis. Hinzu kommt der über Jahrhunderte bewahrte originale Erhaltungszustand und die im Laufe der Zeit erfolgten  Restaurierungen. Eine Restaurierung sollte immer unter konservatorischen Gesichtspunkten erfolgen und die größte Achtsamkeit auf die Bewahrung der originalen Substanz legen.

Müssen fehlende Stellen ergänzt oder lose Teile fixiert werden,  ist es besonders wichtig, dass dem Möbel und der Entstehungszeit des Möbels entsprechende Materialien verwendet werden. In der Praxis heißt das, mit Knochen- oder Hautleime zu arbeiten, alte Furnierhölzer zu verwenden, sowie für die Oberflächenbehandlung Schellack, Wachse und Öle einzusetzen wie diese auch früher verwendet wurde.

Ursprünglich verwendeten Materialien haben das Möbelstück Jahrhunderte überdauern lassen und sind fähig sich in gewissem Umfang den Bewegungen des Möbels anzupassen. Dies ist notwendig, da Holz ein hygroskopischer Stoff ist, der sich immer der Luftfeuchtigkeit der Umgebung anpasst. (siehe Raumklimaschäden). Traditionell verwendete Materialien zur Oberflächenbehandlung verbinden sich mit den vorhandenen Oberflächen und tragen so zur Erhaltung der entstandenen Patina bei.

Kommode Vor- und Nach der Restaurierung

Kommode Vorher und nach der Restaurierung

Ausgeführte Arbeiten:

  • abgelöste Furniere neu verleimt, fehlende Furniere ergänzt
  • instabile Konstruktion der Beine verleimt
  • später aufgebrachter, nicht sachgemäßer und verblichener Celluloselack schonend abgenommen
  • Grundierung und Schellack-Handpolitur
  • Beschläge gereinigt und neu montiert
  • Schlösser gangbar gemacht und fehlenden Schlüssel angefertigt

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